Es war ein Donnerstag im März 2024, als Lisa Wagner eine Routineanfrage an die IT schickte: Ein Teaser-Text und ein Bild sollten kurzfristig für eine Kampagne angepasst werden. Solche Änderungen waren im Tagesgeschäft üblich – die Umsetzung dauerte jedoch oft bis zu zwei Tage. Für neue Erlebniswelten lag die Umsetzungszeit regelmäßig bei mehreren Wochen.
Lisa verantwortete die Content- und Marketing-Redaktion eines Fashion-Händlers mit Shopware 6. Obwohl das Team Inhalte plante und konzipierte, lag die tatsächliche Umsetzung meist bei der IT oder externen Dienstleistern. Dadurch entstanden Abhängigkeiten, Wartezeiten und wiederholte Abstimmungen.
Als die IT auf eine Anfrage mitteilte, dass aufgrund eines ERP-Projekts bis auf Weiteres keine kurzfristigen Anpassungen möglich seien, wurde die Situation erstmals kritisch hinterfragt. Die bestehenden Prozesse verhinderten eine schnelle Umsetzung von Kampagnen und behinderten die operative Arbeit im Marketing.
Im bestehenden Setup war das Content-Team nur eingeschränkt handlungsfähig. Typische Aufgaben wie:
konnten nicht eigenständig umgesetzt werden.
Die Folge waren:
Die Lösung bestand nicht in zusätzlichen Ressourcen, sondern in einer veränderten Arbeitsweise. Ziel war es, die Redaktion in die Lage zu versetzen, typische Aufgaben selbst im Shopware Admin umzusetzen.
Die Anforderungen:
Das Training wurde auf Basis des bestehenden Shops aufgebaut. Statt theoretischer Schulung arbeiteten die Redakteurinnen und Redakteure direkt im System.
Inhalte des Trainings:
Bereits während der Schulung konnten erste Inhalte eigenständig erstellt und veröffentlicht werden.
Ein zentraler Bestandteil war die Arbeit mit Erlebniswelten (Shopping Experiences).
Optimierungen:
Dadurch konnten Landingpages und Kampagneninhalte deutlich schneller umgesetzt werden.
Ein weiterer Fokus lag auf SEO im Shopware-System.
Maßnahmen:
Die SEO-Arbeit verlagerte sich damit von externen Dienstleistern in das interne Team.
Die Redaktion übernahm zusätzlich Aufgaben im Bereich Kampagnensteuerung:
Diese Prozesse konnten ohne technische Unterstützung umgesetzt werden.
Nach der Umstellung veränderte sich der Arbeitsalltag deutlich:
Die IT wurde gleichzeitig entlastet und konnte sich stärker auf strategische Themen konzentrieren.
Der Fall zeigt, dass viele Einschränkungen im E-Commerce nicht technisch bedingt sind, sondern durch Prozesse und Zuständigkeiten entstehen.
Wesentliche Erfolgsfaktoren:
Ein effektiver Umgang mit Shopware setzt nicht zwingend zusätzliche Systeme oder externe Unterstützung voraus, sondern vor allem Know-how im eigenen Team.
Unternehmen profitieren davon, wenn Fachabteilungen:
Dadurch lassen sich Prozesse beschleunigen und die Reaktionsfähigkeit im E-Commerce deutlich verbessern.