Es war ein Montagmorgen im Februar 2024, als Tobias Meier eine E-Mail aus Frankreich öffnete: Ein Outdoor-Großhändler stellte einen Auftrag über 40.000 Euro in Aussicht – unter der Voraussetzung, dass die gesamte Abwicklung in französischer Sprache erfolgt, Preise inklusive TVA angezeigt werden und die Rechnung den französischen Anforderungen entspricht.
Tobias’ Shopware Shop funktionierte in Deutschland zuverlässig. Für andere Märkte hatte er jedoch mit mehreren Subdomains, separaten Shops und manuellen Prozessen gearbeitet: Übersetzungen in Excel, manuelle Preisanpassungen und unterschiedliche Systeme pro Land. Jeder neue Zielmarkt bedeutete zusätzlichen Aufwand und steigende Komplexität.
Mehrere Vorfälle machten die Probleme deutlich:
Spätestens hier wurde klar: Internationalisierung im E-Commerce war kein optionales Wachstumsthema mehr, sondern geschäftskritisch.
Tobias definierte acht Zielmärkte: Frankreich, Niederlande, Belgien, Österreich, Schweiz, Italien, Spanien und Polen. Damit verbunden waren:
Die bestehende Systemlandschaft mit mehreren Shop-Instanzen und manuellen Prozessen war dafür nicht geeignet. Im Gespräch mit der Agentur keeen kam ein zentraler Punkt auf: Shopware bietet bereits Funktionen für Internationalisierung, Multi-Store-Strukturen und Sales Channels, die bisher nicht genutzt wurden.
Die Umsetzung basierte auf einem klaren Ansatz: Ein Shopware-System, ein Backend, mehrere Sales Channels.
Die technische Struktur wurde angepasst:
Diese Architektur entspricht den Möglichkeiten der Shopware Internationalisierung: zentrale Pflege bei gleichzeitiger regionaler Anpassung.
Die bisherige reine Übersetzung wurde durch echte Lokalisierung ersetzt.
Prozess:
Optimierungen umfassten:
Zusätzlich wurde die Übersetzungsverwaltung im Shopware Admin optimiert:
Ein zentraler Bestandteil der Shopware Internationalisierung ist die korrekte Darstellung von Preisen und Steuern.
Die Umsetzung beinhaltete:
Zusätzlich wurden rechtliche Inhalte pro Land angepasst:
Damit wurden rechtliche Risiken reduziert und gleichzeitig die Nutzererfahrung verbessert.
Neben Sprache und Preisen wurden weitere marktbezogene Faktoren berücksichtigt:
Zahlungsarten:
Versand und Logistik:
Content-Anpassungen:
Diese Punkte sind entscheidend für Conversion und Vertrauen im internationalen E-Commerce.
Nach dem Go-live im Juni 2024 zeigten sich schnell messbare Effekte:
Hauptgründe:
Die Umsetzung zeigt zentrale Erfolgsfaktoren:
Shopware bietet dafür eine geeignete Grundlage, wenn die vorhandenen Funktionen vollständig genutzt werden.
Internationalisierung im E-Commerce erfordert mehr als zusätzliche Sprachen. Entscheidend ist ein skalierbares System, das unterschiedliche Märkte strukturiert abbildet. Mit einer zentralen Shopware-Architektur lassen sich mehrere Länder effizient steuern, ohne die Komplexität zu vervielfachen.
Unternehmen, die international wachsen wollen, sollten frühzeitig:
So wird Internationalisierung planbar und wirtschaftlich umsetzbar.